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Abteilung 5: Populärwissenschaft
René Kuschmann, Max Neupert
Eine Spielekonsole interpretiert eine Gigue in G-Moll von Händel, zu der ein Feuerwerk ausgelöst werden kann.
„Bridges to classic“ untersucht die Wirkung einer maximalen Popularisierung [1] des Kulturguts Händel und bedient sich dabei der reduziertesten Darbietungsform. Die Ästhetik der Computerspiele der frühen 80er Jahre erzeugt neue Identifikationsmöglichkeiten mit dem Kulturgut und deutet die Verwandlung der Anfänge der computerbasierten Medialisierung von Kult zum Kulturgut [2] an.

Soundchip Gigue (8 sec. Teaser):


Auszug (41 sec.) aus der Gigue in G-Moll von Friedrich Händel als Soundchip-Musik

Die interaktive Installation wurde zu den Händelfestspielen in einem Döner-Imbiss ausgestellt.

Technik: Nachgebaute Spielekonsole, Macmini, Interface, Lautsprecher, Programmierung in PureData.
bridges Installation in der Ausstellungssituation zum Rundgang an der Burg Giebichenstein 2005
Bridges to Classic mit User 1
Bridges to Classic mit User 2
Still aus dem Splashscreen des Spiels
Einladung zur Vernissage im Döner-Imbiss Ibbos Kebab mit DJ Discobeat-Meyer alias Tobias Euler


[1] Die Popularisierung von Wissenschaft und Technik setzt sich zum Ziel, das Wissen sowohl für die Naturwissenschaften und die Technik als auch für die Geisteswissenschaften in einer interessierten Öffentlichkeit zu verbreiten. Dabei geht es neben dem funktionalen Wissen und Verstehen auch um die dahinterliegenden Prinzipien, um den Umgang und die Erklärung der Sachverhalte. Dies erfolgt durch sachgerechte und zugleich verständliche Aufbereitung und Vermittlung.

[2] Als Kulturgut werden - vor allem im Verwaltungssprachgebrauch - materielle und immaterielle Erscheinungs- und Ausdrucksformen von Kultur bezeichnet. Der Begriff ist ebenso wie der Kulturbegriff selbst unscharf und dient sowohl zur Bezeichnung einzelner Objekte oder Inhalte, als auch zur Bezeichnung einer Gesamtheit kulturell relevanter Gegenstände.