Marie Luise Weber
Dressur – Training – Medientraining
Installation
© 2000


Interdisziplinäres Projekt FG Kunst und Medien/FB Bildhauerei
Mentoren: Prof. Ute Hörner, Prof. Azade Köker, Prof. Dr. M.Götz

Als Parcour, oder besser Spielfeld präsentiert, reflektiert die Arbeit »Dressur – Training – Medientraining« gleichermaßen Zustand, Veränderungen des Selbstverständnisses beim Umgang mit den Medien sowie funktionale und sprachliche Entwicklung unterschiedlicher Bildmedien.

Die Darsteller (eine BlueBox, 5 Computer, 7 Fernsehmonitore, ein Beamer, eine Projektionswand, 31 rot-weiße Würfel, eine Reihe von Kabeltrommeln und natürlich der Betrachter) stehen an ihrem Platz und präsentieren die ihnen innewohnenden Regeln. Da jede präsentierte filmische Form in ihrem Verweisungszusammenhang verstanden wird (aber auch einzeln präsentiert werden kann), ist die Vernetzung einiger Darsteller durch Stromkabel formal bedeutungstragend wie funktional.

Eine weitere Funktion der verwendeten filmischen Formen wie Trailer, Abspann, The making of, Demoversion und Bildschirmschoner zeigt sich in ihrer Verwendung als symbolische Codes. Sie sind Zwischenformen zwischen Anfang und Ende und als Teile eines Ganzen leiten sie von einem zum anderen über. Diese spezifische Struktur wird in Bezug zum künstlerischen Arbeitsprozeß gesetzt.

Rauminstallation, Montage der einzelnen Elemente/Protagonisten „Dressur – Training – Medientraining“ Screensaver, Animation, 2000
Bildschirmschoner trennen Arbeit von Nichtarbeit. Bildschirmschoner sind Pausen, die sich langweilen, im besten Falle sind es Pausen, die sich selbst genügen. Der Bildschirmschoner erscheint auf dem Computermonitor (im Ruhezustand des Computers), bis dieser Ruhezustand wieder unterbrochen wird (z.B. durch das Bewegen der Maus). Der Bildschirmschoner wird zum Medium, der Computer in der Installation zur Dressurfigur.


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