Von Max
Neupert
Mein Vorschlag fußt auf der Feststellung,
dass eine Diskrepanz zwischen den tatsächlichen Problemen und der
schlechtgeredeten, »gefühlten« Situation im Stadtteil
Volkmarsdorf herrscht.
Ich schließe, dass der Leerstand in der Hauptsache ein visuelles
Problem ist, und leite für mich daher eine rein visuelle Lösung
ab.
Beschreibung des Problems:
Leerstand wird als unangenehm wahrgenommen. »Tote« Häuser
verursachen Beklemmungen und Ängste bei den »übriggeblibenen«
Bewohnern.
Formulierung des Ziels:
Es soll eine Belebung des Stadtteils ohne weiteren Zuzug erreicht werden.
Die Lösung soll ein klares Bekenntnis zur Urbanität sein, es
soll keine weitere Ausdünnung stattfinden. Die Maßnahme soll
das Stadtbild erhalten und bei sich verändernden Umständen flexibel
reagieren können.
Methode:
Maßstab der Perforation ist das einzelne Haus. Leerstand wird auf
die Einheit Haus reduziert. Somit erhält man leere Häuser, an
denen als einzige bauliche Maßnahme die Fassade durch eine leichte
Konstruktion verdeckt wird um als Projektionsfläche zu dienen.
Auf diese Flächen wird ein Haus als ganzes projiziert, das in einer
anderen Stadt, vielleicht in einem anderen Land, auf einem anderen Kontinent
steht. Die Projektion findet in Echtzeit statt.
Denkbar ist, das Haus auf der anderen Straßenseite als Projektion
gegenüber des Originalen Hauses in der anderen Stadt zu projizieren,
sodass ein vollkommen neues Gegenüber entsteht, über das Kommunikation
möglich wird, eine neue Nachbarschaft entsteht.
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